NV Eule Hagnau 1912 e.V.

Aktuelles & Berichte

 

Berichte zur Generalversammlung vom 21.11.2014 aus der Schwäbischen & vom Südkurier

Hagnauer Narren erheben Mitgliedsbeitrag (Quelle Schwäbische Zeitung im November 2015)

Auf ein erfolgreiches Jahr hat der Hagnauer Narrenverein „Eule“ bei seiner Generalversammlung am Freitagabend zurückgeblickt. Narrenvater Frank Hiestand freute sich über die große Teilnahme seiner närrischen Kollegen. „Im vergangenen Jahr waren die Reihen lichter“, betonte der Vorsitzende.

Der Mexican Ball und das Brunnenfest haben uns mehr Geld in die Kasse gespült als im Vorjahr“, bilanzierte Kassierer Markus Arnold. Traumwetter beim Brunnenfest an Christi Himmelfahrt bescherte den Narren einen Besucherrekord. „Zeitweise gingen die Vorräte zur Neige, sogar mein Wechselgeld“, stellte Arnold fest.

Einen Rückblick über die vergangene Saison hielt Schriftführer Andreas Leiss. Besondere Erwähnung fanden die närrischen Termine, unter anderem die Teilnahme an Umzügen, die Eulenspiele, der Martinihock und der Fasentmarkt.

„Eine Fasent, die Geld einbringt, muss eine gute Fasent sein“, lobte Bürgermeister Simon Blümcke. Der Ausblick auf die närrische Saison 2015 beweise, dass die Zukunft der Narren gesichert sei. Die Narren ließen das Brauchtum hochleben. „Das Lob geht runter wie Öl“, stellte Hiestand fest.

Peter Losch, seines Zeichens Vize-Narrenvater, blickte in die Zukunft in Form des Terminkalenders. „Es ist eine kurze Fasent, aber die hat es in sich“ schlussfolgerte Losch. Aus den Reihen der Eulen, der Wimmler, den Schnellern und der Garde gab es hingegen keine Neuigkeiten.

In den Reihen des Elferrats begrüßte Narrenvater Hiestand zwei neue Mitglieder. Michael Heitele und Claudius Kreml werden das Team, das nun aus zwölf Narren besteht, zukünftig unterstützen. Für besondere Verdienste um die Fasent überreichte der neue Oberzunftmeister des Alemannischen Narrenrings (ANR), Markus Kast von der Narrenzunft „Wolkenschieber“ aus Heiligenberg, an vier Narren den Hästrägerorden des ANR. Heike Winder, Bettina Arnold, Theresia Matzat und Jens Schaal bekamen die Ehrung an die Brust geheftet.

Mit einer Neuerung überraschte Hiestand die Narren. In Zukunft werde man einen jährlichen Mitgliedsbeitrag von zehn Euro für alle Narren ab 16 Jahren erheben. „Wer mit uns diskutieren will, hat es schwer“, schickte der Narrenvater voraus. Weiterhin werde jede Gruppe ein Budget in Eigenverantwortung erhalten. So bekommen die Eulen, die Wimmler und die Schneller je 300 Euro, die Garde und der Elferrat jeweils 150 Euro.

Hier sind die Hagnauer Narren unterwegs: 11. Januar ANR-Freundschaftstreffen in Weißenau; 16. Januar Mexican Ball im Gwandhaus; 30. Januar Lampionumzug in Hagnau; 4. Februar Frauenfasent im Pfarrheim; 13. und 15. Februar Eulenspiele im Gwandhaus; 14. Mai Brunnenfest.


Elferrat der Hagnauer Eulen-Zunft jetzt wieder zu zwölft (Quelle Südkurier - imNovember 2015)

Hagnau -  Narrenverein führt bei Jahresversammlung einen moderaten Mitgliedbeitrag ein.Einen umfangreichen Plan für die sechs anstrengenden Wochen der nächsten Fasnacht stellte Narren-Vize Peter Losch auf der Generalversammlung der Hagnauer Eulen vor. Insgesamt ist die Teilnahme an vier auswärtigen Umzügen geplant: in Weißenau, Neuravensburg, Ailingen und Kehlen; dazu kommen die Besuche beim Narrenbaumstellen in Kippenhausen und in Meersburg so wie viele Unternehmungen im Dorf.Die erste Großveranstaltung „dahoim“ ist der Mexican Ball am 16. Januar im Gwandhaus. Nicht vom Narrenverein organisiert, aber in die Dorffasnacht fest eingebunden sind die Frauenfasnet am 4. Februar und der Musikerball am 7. Februar. Den ganzen Tag über Halligalli bringt wie üblich der Schmotzige Dunschtig mit Katzenmusik, Schülerbefreiung, Rathaussturm und Narrenbaumstellen. Inhaltlicher Höhepunkt sind die beiden Eulenspiele am Freitagabend, 13. Februar, und Sonntagmittag, 15. Februar. Nach dem Kinderball am Rosenmontag und dem Fasnachtsmarkt am Fasnetsdienstag mit Preisschnellen und dem Fällen des Narrenbaumes endet die Fasnacht schließlich mit dem Schneckenessen am Aschermittwoch im Löwen.Vor dem Ausblick auf 2015 hatten Schriftführer Andreas Leiss und Kassierer Markus Arnold eine positive Rückschau auf das vergangene Jahr gewährt. Vor allem Arnold konnte einen feinen Gewinn verbuchen, der vom Brunnenfest, vom Mexican Ball und von der Fasnacht selbst herrührte. Den letzten Punkt nahm Bürgermeister Simon Blümcke als Anlass zur Entlastung des Vorstands: „Eine Fasnet, die mehr einbringt, als sie kostet, muss eine gute Fasnet gewesen sein. Herzlichen Dank für unsere dörfliche Fasnet, die auch wirklich noch dörflich ist.“ Da auch Edgar Bader als Kassenprüfer nur Gutes berichten konnte, wurde der Vorstand einstimmig entlastet.

Für eine gehörige Portion Narrheit sorgte einmal mehr der Elferrat, der zwei neue Mitglieder – Claudius Kreml und Michael Heitele – für ein scheidendes vorstellte und sich somit auf zwölf vergrößerte. „So genau nehmen wir es da nicht“, kommentierte Narrenvater Frank Hiestand auf Nachfrage. Er konnte gleich noch einmal aktiv werden, als der neue Oberzunftmeister des Alemannischen Narrenrings (ANR), Markus Kast, zum ersten Mal die Hästrägerorden verlieh. Für aktive Mitarbeit im Verein erhielten ihn diesmal Heike Winder, Bettina Arnold, Theresa Matzat und Jens Schaal. Zwei weitere Neuerungen ließ Hiestand abstimmen: Die einzelnen Gruppen bekommen ab sofort ein eigenes Budget zur freien Verfügung. Außerdem werden Mitgliedsbeiträge von zehn Euro pro Jahr eingeführt, die für alle Mitglieder ab 16 Jahren gelten.


Viel Tradition und genauso viel Arbeit (Quelle: szon.de)

Narrenblättle der Hagnauer „Eulen“ wird am 15. Februar verteilt

Seit November arbeiten „Eulen“-Narrenvater Frank Hiestand (links), Jens Schaal und andere Vereinsmitglieder am Narrenblättle des Hagnauer Narrenvereins. Jetzt steht der Drucktermin kurz bevor.

Von Laura Strahl

HAGNAU Es ist Fasnet in Hagnau: Lampionumzug, Narrenbaumstellen und Eulenspiele stehen kurz bevor. Ab Samstag, 15. Februar, gibt es auch das Narrenblättle des Narrenvereins Eule wieder zu kaufen, jene traditionelle Narrenzeitung, die bereits seit 1967 regelmäßig erscheint.

„Zum ersten Mal ist die Zeitung aber schon 1892 erschienen“, sagt Narrenvater Frank Hiestand. Im Hagnauer Narrenblättle steckt also viel Tradition – und mindestens genauso viel Arbeit. Wurden früher noch zehn Seiten gedruckt, so sind es heute stolze 60. Verantwortlich für deren Inhalt ist der Vorstand des Vereins. Allen voran Jens Schaal. „Ich habe nicht schnell genug nein gesagt, als der Verein vor vier Jahren jemanden für diese Aufgabe gesucht hat“, sagt der 38-Jährige schmunzelnd.

Inzwischen ist Schaal aber in seine Aufgabe hineingewachsen, kümmert sich um Werbung und sammelt „Geschichten, die über das Jahr hinweg im Ort passiert sind“. Meist stammen diese von Vereinsmitgliedern, erzählen beispielsweise Anekdoten von Ausflügen. Genügend Material zusammenzubekommen, sei nicht immer ganz einfach, sagt Hiestand. Zumal die Geschichten eine wichtige Voraussetzung erfüllen müssen. „Es sollte lustig sein“, sagt Schaal und erwähnt eine weitere Besonderheit des Narrenblättles: „Die Artikel sind größtenteils gereimt und in Dialekt.“

Diese Aufgabe übernimmt der Elferrat. Schon seit November arbeiten die Vorstandsmitglieder zweimal pro Woche an der Ausformulierung der Texte. Um welche Themen es diesmal geht, wollen Hiestand und Schaal nicht verraten. Sicher ist nur: Persönliche Fehden werden knallhart aussortiert. „Es ist also nicht möglich, über das Narrenblättle eine Schlammschlacht mit seinem ärgsten Feind auszutragen“, beruhigt Narrenvater Hiestand. Ansonsten seien die Artikel allesamt „Knüller und nur die besten Sachen“.

Die diesjährige Ausgabe ist bereits zum Großteil fertig, der Drucktermin steht kurz bevor. Am 15. Februar gehen die Vereinsmitglieder dann von Haus zu Haus, um die 400 Exemplare zu verteilen. Auch dafür müssen die „Eulen“ einen ganzen Tag einplanen, immerhin werden sie in vielen Haushalten auf einen Schnaps eingeladen. „Das ist manchmal schon hart“, sagt Hiestand und lacht.

Wer am 15. Februar nicht daheim ist, kann das Hagnauer Narrenblättle auch bei der Volksbank, in der Löwenbäckerei und bei Raumausstattung Hiestand erstehen.

(Erschienen: 28.01.2014 17:25)


„Eulen“ haben volles Programm (Quelle: szon.de)

Hagnauer Narrenverein stellt am Freitag, 14. Februar, Lampionumzug auf die Beine

HAGNAU Schon vor Wochen hat der Narrenverein Eule mit dem Dreikönigs-Schnellen die Fasnet in Hagnau eröffnet. Während der fünften Jahreszeit stehen aber noch reichlich andere Termine auf dem Programm. Hier eine kleine Zusammenfassung.

Am Freitag, 31. Januar, fahren die Hagnauer Narren zum Nachtumzug nach Ahausen. Beginn ist um 19.30 Uhr. Weiter geht’s am Sonntag, 9. Februar mit dem Ringtreffen in Weingarten. Dort beginnt um 12.15 Uhr der große Narrensprung mit den Zünften des Alemannischen Narrenrings.

Einen Lampionumzug veranstaltet der Narrenverein Eule am Freitag, 14. Februar. Beginn ist um 18.30 Uhr auf dem Löwenplatz. Mit dabei ist auch die Musikkapelle Hagnau. Einen Tag später, am 15 Februar, startet dann der Verkauf des Narrenblättles.

Am Sonntag, 16. Februar, fahren die „Eulen“ zum Jubiläumsumzug nach Ilmensee. Der dortige Narrenverein Wasserspucker feiert 50. Geburtstag, Beginn ist um 13.30 Uhr. Auf einen weiteren Umzug fahren die Hagnauer Narren am Sonntag, 23. Februar. Dann geht’s nach Meersburg zum Narrenbaumstellen. Start ist um 14 Uhr.

Nach dem Schmotzigen Duschtig finden dann am Samstag, 1. März, und Sonntag, 2. März, die traditionellen Eulenspiele am Gwandhaus statt. Beginn ist am Samstag um 19.30 Uhr und am Sonntag um 14.30 Uhr. Mit dabei sind auch die Musikkapelle Hagnau und der Fanfarenzug.

Für Kinder wird am Montag, 3. März, um 14 Uhr der Kinderball veranstaltet. Er findet ebenfalls im Gwandhaus statt. Am Dienstag, 4. März, lädt der Narrenverein zum Preisschnellen für Jedermann, Narrenbaumstellen und Fasnetsmarkt auf den Löwenplatz. Der Markt startet um 10.30 Uhr, das Preisschnellen um 14 Uhr.

(Erschienen: 23.01.2014 12:55)


Hagnauer Eulen wählen viermal einstimmig (Quelle Südkurier)

Hagnau -  Der Hagnauer Narrenverein Eule hat seine Vorstand gewählt. Markus Leiss verabschiedete sich nach 16 Jahren aus dem Amt des Schriftführers, auf ihn folgt sein Bruder Andreas Leiss.

Autor Uwe Petersen

Seit 16 Jahren ist in der Funktion des Schriftführers im Narrenverein „Eule“ aktiv – jetzt hat sich Markus Leiss aus dem Amt verabschiedet. Er gehört allerdings weiterhin dem Elferrat an, „der bei uns ja immer irgendwie zwischen acht und 14 Leuten liegt“, wie Narrenvater und Vorsitzender Frank Hiestand bei der Jahresversammlung anmerkte. In seinem Jahresbericht erinnerte Leiss an die Höhepunkte der Fastnacht 2013 wie der Schmotzige Dunschtig und die närrischen Eulenspiele.
Der Bericht des Kassierers Markus Arnold erfreute die Narren, denn nach dem, wie es hieß, „teuren Jubiläumsjahr 2012“ konnte man die Kasse im laufenden Jahr wieder aufbessern. Maßgebend dafür waren unter anderem die Einnahmen beim alljährlichen Brunnenfest. „Da können wir ja wieder einmal einen Ausflug machen“, kommentierte der Narrenvater, nachdem auch der Bericht der Kassenprüfer Edgar Bader und Axel Häberle positiv ausfiel.
Bürgermeister Simon Blümcke nahm die Entlastung des Vorstandes vor und leitete die Wahlen. In seinem Statement lobte er die Vereinsarbeit der Narren und aller Vereine „in einem so kleinen Dorf“. Nach der einstimmigen Entlastung stellten sich der Vorsitzende Frank Hiestand, sein Stellvertreter Peter Losch und Kassierer Markus Arnold erneut zur Wahl und wurden je einzeln und einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.

In das Amt des bisherigen Schriftführers Markus Leiss wurde sein Bruder Andreas Leiss gewählt.
Der Tagesordnungspunkt „Ehrungen“ wurde verschoben: einige zu Ehrende hatten den Termin abgesagt, der Rücktritt von Markus Leiss kam zu kurzfristig und der nach zwölf Jahren aus dem Elferrat scheidende Stefan Ehrlinspiel wird ebenfalls nachgeehrt. Merkwürdig kurz gerieten auch die „Berichte der Maskengruppen“. Merkwürdig, weil von den Eulen gar niemand da war, von den Baumstellern und den Wimmlern die Gruppenleiter fehlten. Kurz gerieten nicht nur deren indirekte Berichte, sondern auch der lapidare Satz des Schnellers Alexander Hiestand „Bei uns läuft alles normal.“ Konkrete Ideen für ihr 30-jähriges Bestehen haben die Schneller noch nicht, hieß es weiter.Umfangreich ist wieder der Fahrplan für die Fastnacht 2014. Geplant sind sechs Umzugsteilnahmen in anderen Gemeinden sowie das Programm im Dorf mit dem Schmotzigen Dunschtig und den Eulenspielen am 1. und 2. März.


Bericht zum Jubiläumswochenende & Interview v. Frank Hiestand (Quelle: www.skol.de)

Narren und Zuschauer trotzen beim Umzug der sibirischen Kälte

Die Hagnauer „Eulen“ und ihr großer Eulenwagen zu Beginn des Zuges, die „Wolkenschieber“ vom Heiligenberg am Ende und dazwischen 35 weitere Zünfte: Trotz der klirrenden Kälte, die durch den Ostwind noch kälter wirkte, war die Stimmung auf dem Rathausplatz und dem Rundkurs durch Hagnau sehr gut.
Vor der Ehrentribüne am Löwenplatz, auf der sich die Hagnauer Obernarren und die Prominenz des Alemannischen Narrenringes gütig zeigten, wurden vor allem von einigen Hexengruppen spektakuläre Darbietungen geboten. Ob die doppelte „Degermooslätsche“ aus Hergensweiler, die Pyramide der Schwarze-Veri-Zunft aus Ravensburg oder die Stab-Sprungkünste der Brochenzeller „Humpishexen“: Alle begeisterten die Zuschauer und animierten Narrenmeister Charlie Maier zu anerkennenden Kommentaren. Großen Beifall bekamen auch die „Eulen“, die nach vielen Jahren wieder einmal ihren großen Eulenwagen reaktiviert hatten, oder der „Waldgeist“ aus Stetten, der sich unermüdlich vom Dach der Waldhütte stürzte. Als die Meersburger kamen, wurde es narrenpolitisch. Charlie Maier begrüßte die Gruppe der „Burghexen“, fuhr dann aber fort: „Mehr sage ich jetzt lieber nicht, um einen Streit mit VSAN-Kollege Roland Wehrle zu vermeiden.“ Nur die Musiker hatten ihre Probleme. „Da frieren mir die Ventile an der Trompete ein“, klagte Guggenmusiker Luca Zillig.

 

Narrenvater Frank Hiestand: "Wir wollen ein schönes Fest"

Narrenvater Frank Hiestand über die Herausforderung, ein so großes Fest zu organisieren.
Herr Hiestand, wie groß ist für Sie als Narrenvater der Aufwand vor so einem Fest?
Schon groß. Wir planen das Jubiläum seit insgesamt drei Jahren. Allerdings läuft die heiße Phase erst seit einem halben Jahr. Aber unter Druck sind wir besonders gut. Zum Glück habe ich tolle Helfer. Zwei Teams haben sich um den Umzug und die Verpflegung gekümmert. In letzter Zeit hatten wir pro Woche zwei Sitzungen zur Vorbereitung und dazwischen die ganze Arbeit: Festschrift, Lageplan, Flugblatt für die Umzugsgäste und was es sonst noch gibt. Vor allem meine Kollegen aus dem Elferrat, etwa Jens Schaal, der die AG Umzug betreut hat und das Narrenblättle mit Festschrift, oder mein Vize Ralf Ganser, haben mich sehr entlastet. Letztlich laufen die Fäden aber bei mir zusammen.

Ist das der Höhepunkt in Ihrer jetzt 13-jährigen Amtszeit?
Ganz sicher. Wir haben zwar in meiner Amtszeit neue Häser angeschafft. Auch der Umzug und Umbau der neuen Eulenstube hat viel Zeit und Kraft gekostet. Aber so ein Jubiläum ist einmalig in einer Amtszeit und sicher der Höhepunkt vom Aufwand her, auch mental. Da wird es nächstes Jahr wahrscheinlich langweilig mit einer ganz normalen Fasnacht.

Am Wochenende soll es ja sehr kalt werden. Schreckt Sie das?
Nein. Ich selbst werde mich dick anziehen und den einen oder anderen Glühwein trinken. Ich würde zwar gerne mithelfen, aber muss ja auf der Tribüne sitzen. Ansonsten haben wir am Torkel für die Gäste ein beheiztes Zelt. Für die Hästräger mit ihren Masken ist Kälte sowieso besser, als wenn es zu warm ist. Mein Motto lautet: Lieber kalt und trocken als Regen.

Was erwarten Sie von dem Fest?
Wir wollen, dass sich alle – ob Zuschauer, Hästräger oder Hagnauer – bei uns wohlfühlen. Es soll ein schönes Fest werden. Deshalb haben wir auch moderate Getränkepreise. Wenn es hinterher heißt: „Das in Hagnau, das war schön!“, dann war es ein Erfolg. Für unseren Verein ist es schon jetzt ein Erfolg. Es sind alle gefordert, es arbeiten alle mit. Jeder freut sich schon auf das Fest am Samstag. Das motiviert und schweißt zusammen: ein großer Vorteil für die Gemeinschaft.

Was machen Sie nach dem Fest?
Nach dem Stress geht die normale Fasnacht erst los: Da läuft das komplette Programm wie in jedem Jahr, mit Frauenfasnacht, Musikerball, Rathausbefreiung, Eulenspielen und allem, was dazugehört. Eine Pause gibt es nicht.


 



Bericht zur Jubiläumsfeier aus dem Südkurier - 19.01.2012

Viel Spaß, Lärm und gutes Essen

Ausgelassen feiern, das können die Hagnauer. Da machen auch die Narren des jetzt hundertjährigen „Narrenverein Eule“ keine Ausnahme.

 

Und sie bleiben bodenständig, selbst bei einem so großen Jubiläum. Den Anfang machte Frank Hiestand, Narrenvater seit 1999, der in lockerer Form die vielen Gäste begrüßte und sich nichts daraus machte, einige Gäste – darunter auch die Vertreter des Narrenringes – zunächst zu vergessen. Neben dem Narrenvater führte in gewohnt schnoddriger Weise sein Vize Ralf Ganser durch den Abend. Der machte die Gastredner an, zum Beispiel Wolfgang Saupp: „Du weißt schon, dass das nicht lange reicht“ (mit Blick auf das 100-Liter-Biergeschenk der Kippenhausener Narren), verpflichtete RSV-Präses Carsten Theurich zu einem Sketch bei den Eulenspielen, nur weil der bei seiner verspäteten Begrüßung gerade draußen eine rauchte, und schreckte selbst vor zotigen und – vermutlich – selbstironischen Kalauern nicht zurück: „Was sagt eine Frau danach? – Danke, Ralf!“

Gratulanten gab es auch reichlich. Zunächst einmal der gerade zum Obernarr gekürte Bürgermeister Simon Blümcke. Der war ganz glücklich über die Ehrengäste des Narrenringes und spielte auf deren Körpergröße an: „Der ANR hat einen großen Vorteil: Dort sind die Zunftmeister so groß wie ich.“ Dann kommentierte er seinen allzu großen Kopf, auf den die ihm verliehen Narrenkappe nicht passte: „In A15 ist auch Schmerzensgeld dabei.“ Zur Wasserversorgung: „Die wird im Herbst auch 100 Jahre alt, ist also nach den Narren gegründet worden.

 

 

Die anderen Dörfer ringsum hatten schon viel länger eine Wasserversorgung – die brauchten wir nicht: In Hagnau hatte man ja den Wein!“ Ganser konterte: „Prima, da feiert die Gemeinde im Herbst das Hundertjährige fürs Wasser: Wir sind dabei!“ Unter dem ohrenbetäubenden Lärm der rasselschwingenden Wimmler bekam er dafür Applaus.

Überhaupt begleiteten die Wimmler den Abend am aktivsten. Ob Conny Heyer und Anni Kramer sich an die Zeiten zurückerinnerten, als ihre Männer „Elfer“ waren, ob die Nachbarnarren aus Kippenhausen, Wolfgang Saupp, oder Daisendorf, Horst Kraus, gratulierten, oder ob Philipp Gotterbarm im Namen der Hagnauer Vereine Grußworte überbrachte: die Wimmler machten Spektakel. Auch die Vertreter des Ringes, Kurt Wörner, Fridolin Aierstock und Michael Weinmann, gratulierten. Der frühere Kassierer Herms Eisele und der Alt-Narrenvater Werner Hiestand gaben Erinnerungen zum Besten und ernteten jedes Mal den Dank der Rassler. Ehe der Fanfarenzug das Essen auftischte, erzählte Paul Siebenhaller die Geschichte des Narrenvereines auf seine Weise. Zunächst fragte er sich: „Ist 100 nun ein gefährliches Alter oder nicht?“ Schließlich sei Johannes Heesters kurz danach gestorben. „Doch wenn ich die Jugend im Saal hier sehe, dann hat die Hagnauer Zeugungsfähigkeit nicht nachgelassen. “ Dann beschrieb er die Gründungsversammlung: „An einem Tag haben die sich gegründet, eine Satzung gegeben und den gesamten Vorstand gewählt.“ Nur den Namen habe der Vorsitzende erst nachts gefunden, als er im dicken Kopf eine Amsel übergroß gesehen habe. „Zum Glück: Die Eule passt zu Hagnau. Laut Duden sind die Eulen ‚stolze Vögel, die nachts gern mausen'.“

 

Am Schluss ist die Bühne voller Geehrter

Wenn einer was zu feiern hat, ist er meist spendabel. So auch der Hagnauer Narrenverein Eule bei seinem Jubiläumsfest zum 100. Geburtstag.

Fast ein Familientreffen: Vier Hagnauer Narren wurden von Oberzunftmeister Kurt Wörner ausgezeichnet (v.l.): Anja Leiss und ihr Partner Michael Heitele mit dem Hästrägerorden, Bruder Markus Leiss und Andreas Ehrlinspiel mit dem Hästrägerorden im Silberkranz.

Zunächst einmal aber gab es die offiziellen Orden der Narrenvereinigung ANR durch deren Oberzunftmeister Kurt Wörner, den stellvertretenden Vorsitzenden Michael Weinmann und Kassenwart Fridolin Aierstock. Sie zeichneten Anja Leiss und Michael Heitele für ihren Einsatz für den Narrenverein mit dem Hästrägerorden aus; Markus Leiss und Andreas Ehrlinspiel bekamen für ihr Engagement im Elferrat den Hästrägerorden mit Silberkranz verliehen. Direkt vom Narrenvater bekam Stefan Ehrlinspiel die Silbernadel des Vereins für zehnjährige Mitarbeit im Elferrat. Anschließend wurde eine ganze Reihe von Mitgliedern vereinsintern mit dem Jubiläumsorden der Eulen ausgezeichnet, der extra zum Festjahr kreiert worden war. Den bekamen auch alle Redner des Abends, von den Gästen des Narrenringes und benachbarter Vereine über den „Festredner“ Paul Siebenhaller bis hin zum Bürgermeister Simon Blümcke. Der bekam außerdem noch eine Narrenkappe des Elferrates verliehen. Zwar war die Kappe zu klein, Narrenvater Frank Hiestand versprach aber, dass sie bis zu den nächsten Aktivitäten an den unerwartet großen Kopf des Schultes angepasst werde. Am Schluss war die ganze Bühne voll von Geehrten, die von der überlauten „Rasselbande“ der Wimmler und den übrigen Gästen bejubelt wurde.

(Quelle: Südkurier - www.skol.de)


Bericht zum Mexican Ball aus dem Südkurier - 08.02.11

In Mexiko sind nur die Kakteen stachelig

Neues Partykonzept des Elferrats kommt bei Jugendlichen und Junggebliebenen an – Neuauflage im nächsten Jahr wahrscheinlich

In Mexiko sind nur die Kakteen stachelig
 

Hagnau (up) Als Versuchsballon wurde er gestartet: Der „Mexican Ball“ sollte die jüngeren Narren ansprechen, die keine närrischen Sketche brauchen, sondern einfach nur eine fetzige Party feiern wollen. Die Idee war im inzwischen recht jungen Elferrat der Hagnauer Eulen entstanden und vor allem von Stefan Ehrlinspiel vorangetrieben worden. „Wir wollten mal wieder etwas Neues ausprobieren, für alle Jugendlichen und Junggebliebenen der Umgebung“, erläuterte er. Im Mittelpunkt sollten Musik und Spaß stehen.

Dafür wurde der von den Beachpartys der Fußballer her bekannte DJ „Alex S“ aus Reutlingen engagiert. Für musikalische Live-Einlagen sorgten der Fanfarenzug Hagnau, die Lumpenkapellen aus Taldorf und Meckenbeuren sowie die „0815-Band“ aus Bermatingen. Nach Bermatingen ging auch der ausgelobte Preis für den größten Sombrero.

Lange Gesichter gab es zunächst bei den älteren Narren, die zunächst von der geringen Besucherresonanz enttäuscht waren. Die jüngeren aber waren optimistisch: „Heutzutage kommen die jungen Leute erst nach zehn Uhr“, kommentierten sie die noch fast leere Halle des Gwandhauses gegen 21 Uhr. Sie sollten Recht behalten. „Das war eine gelungene Premiere“, waren sich Ehrlinspiel und Narrenvater Frank Hiestand im Nachhinein einig. „Allen, die wir gesprochen haben, hat das Fest gefallen. Fürs erste Mal war das Klasse, auch wenn noch Luft nach oben ist. Deshalb werden wir das ziemlich sicher im nächsten Jahr wiederholen“, kündigten sie an.

(Quelle: www.suedkurier.de)


Bericht zur GV vom 12.11.10 aus dem Süedkurier

 

Abschied von einem Pflichtbewussten

Gern hätte Herms Eisele weitergemacht als Narren-Kassier, doch sein persönliches Schicksal zwingt ihn zum Aufhören

Abschied von einem Pflichtbewussten

Herms Eisele (rechts) überreicht seinem
Nachfolger Markus Arnold alle Kassenunterlagen –
auf Papier und gebrannt auf CD-Rom.

Bild: Pertersen

Hagnau (up) Eigentlich kam ihm der Termin zu früh, unter anderen Vorzeichen hätte er gerne weiter gemacht: Nach 13 Jahren gab Herms Eisele sein Amt als Kassenführer des Hagnauer „Narrenverein Eule“ an seinen Elferratskollegen Markus Arnold ab. Eisele, der weiterhin als Hagnaus Hafenmeister fungiert und als Mitglied ohne Amt im Elferrat verbleibt, sah sich nach dem Tod seiner Frau Maria und eigener schwerer Krankheit nicht mehr in der Lage, das Amt des Kassierers weiter mit jener Akribie zu führen, die ihm von allen Seiten immer bestätigt wurde. In seinem letzten offiziellen Kassenbericht zog er Bilanz nicht nur über das vergangene Jahr, sondern über seine gesamte Amtszeit.

Typisch Herms Eisele: Alle Abrechnungen und Tabellen aus seiner Amtszeit hatte der für sein Pflichtbewusstsein und seine exakte Arbeitsweise bekannte scheidende Kassier der Hagnauer Narren fein säuberlich auf eine CD-Rom gebrannt. Diese CD und weitere wichtige Papierunterlagen überreichte er bei der Übergabe seinem Nachfolger und sagte seine Hilfe bei dessen Einarbeitung in die Vereinsbuchhaltung zu. Da er noch einige Gutscheine aus früheren Jahren nicht eingelöst hat, will sich Narrenvater Frank Hiestand ein ganz besonderes Dankeschön für den scheidenden Kassierer überlegen.

(Quelle: www.suedkurier.de)


 Alkoholfrei im Winzerdorf   09.02.2010

Alkoholisierte Jugendliche werden immer mehr zu einem Problem, nicht nur in der Fastnacht, aber eben auch. Oft führt der Gruppendruck, „cool“ sein zu wollen, dazu, dass man „uncoole“ Getränke wie Fanta oder Cola ausschlägt. Unter dem Motto „Hinschauen, nicht wegschauen“ hat jetzt der Hagnauer „Narrenverein Eule“ eine Initiative angestoßen, die von den Hagnauer Wirten sofort angenommen wurde: der alkoholfreie Cocktail, der cool genug sein soll, um als alternativer Drink akzeptiert zu werden. Während der gesamten Fastnachtszeit bieten die Keltenschenke, das HD-Café, der „Gute Tropfen“ und der „Löwen“ sowie die Ausschänke der Veranstaltungen im Gwandhaus dieses Alternativgetränk in der Hoffnung an, dass im Zusammenspiel mit genaueren Alterskontrollen damit das Alkoholproblem entschärft wird. Wer als Erwachsener glaubt, ohne die Vorbildfunktion der „Großen“ sei da nichts zu machen: kein Problem! Dieser Cocktail darf auch von Volljährigen bestellt und getrunken werden. Da kann man nur hoffen, dass diese begrüßenswerte Initiative von den Jugendlichen auch angenommen wird.

(Quelle): www.suedkurier.de Uwe Petersen